Asya Reznikov Übersetzung - während der 2. Europäischen Monat der Fotografie


detail: translation:pier, 2004, digital c-print, edition 1/8 - NY CITY (openPR) - Asya Reznikov
Übersetzung
experiencing nostalgia

10. November 2006 – 06. Januar 2007

galerie OPEN freut sich, vom 10.11.2006 bis zum 06.01.2007 die Arbeiten der New Yorker Künstlerin Asya Reznikov, Stipendiatsträgerin des DAAD 2006/2007 mit einem zehn-monatigen Berlin-Aufenthalt, in der Ausstellung Übersetzung zu präsentieren. Die Eröffnung findet am 10.11. 2006 statt und die Künstlerin wird anwesend sein.

Asya Reznikov beschäftigt sich in ihrem Werk mit der kulturellen Sozialisation des Menschen und geht der Frage nach, inwieweit diese gesellschaftliche und sprachliche Prägung die Realitätswahrnehmung in der Fremde beeinflusst. In ihren Photographien und Videoinstallationen verbindet sie unterschiedliche kulturelle Realitäten, konfrontiert das Eigene mit dem Anderen und kreiert so eine Pseudo-Wirklichkeit, die nur als psychologischer Raum, als Nostalgie existiert.

Die Nostalgie als wiederkehrendes Motiv erklärt sich aus der Biographie der Künstlerin, die als Kind mit ihren Eltern aus der ehemaligen Sowjetunion in die Vereinigten Staaten von Amerika flüchtete und sich dort einer völlig neuen Lebenswelt, Sprache und Kultur gegenüber fand. In der Serie Translation wird die kindliche Sehnsucht nach Integration und Anerkennung deutlich. Die Photographien zeigen die unmögliche Idee, daß Flügel mit Wörterbuchfedern befähigen, Kulturen und Sprachen zu verstehen, wobei das Medium der Photographie assoziiert wird mit der Darstellung von Wahrheit.

Aber die Entfremdung vom eigenen Selbst findet nicht nur außerhalb der eigenen Heimat statt, sondern ist präsent von Geburt an. In der D.O.B Serie wird der Betrachter Zeuge, wie die Sozialversicherungsnummern der Individuen kodiert und wie ein Stigma auf das menschliche Antlitz plaziert werden. Die Übersetzung erfolgt durch eine Nummer und nicht durch das offensichtlich menschliche Erscheinungsbild.

Das Empfinden der eigenen Kultur als Hindernis, das es zu überwinden gilt, um die fremde Kultur zu verstehen, das Gefühl der Fremdheit, the moment of adjustment nach der Suche der Zugehörigkeit wird durch ihre Arbeiten transportiert. Erfundene Städte mit realer und fiktiver Architektur: Häuser, Brücken, Monumente, Denkmäler etc. werden zu einem melting pot of impressions in der Malerei der Künstlerin.

So begibt sich die Künstlerin in der Video Installation Packing in die Rolle der Reisenden, die in dem Raum zwischen Start und Ziel schwebt und darüber zu entscheiden hat, was sie mit in die Fremde nimmt, um Zugang zu finden.

Künstlerisch besonders wichtig ist dabei die Auseinandersetzung mit Sprache und Kommunikation, welche in der show „Übersetzung“ kulmuliert in der Rauminstallation Tower of Babel. Diesem Mythos zufolge sprach die Menschheit nur eine universelle Sprache, die ihnen von Gott als Bestrafung für Ungehorsam genommen wurde.

Gerne würden wir Sie zur Vernissage am Freitag, den 10.11.2006 um 19 Uhr in unseren Räumen willkommen heißen. Weitere Information erhalten Sie durch Alexandra Rockelmann / Valeska Mottmann Tel. 030 – 27 58 28 10 oder galerie-open@galerie-open.com.

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Derag Immobilienservice München

galerie OPEN
Legiendamm 18-20
10179 Berlin
t: 030 27 58 28 10
f: 030 30 87 58 91
OPEN: Di-Sa 11-19 Uhr or by appointment
galerie-open@galerie-open.com
contact person: Alexandra Rockelmann, Valeska Mottmann

Die am 15. September 2005 gegründete galerie OPEN liegt zwischen den Berliner Bezirken Kreuzberg und Mitte - unmittelbar dort, wo früher die Berliner Mauer verlief. Sie verfügt über 157 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Ihr Motto läßt sich mit der Formulierung Cathy A. Malchiodis wiedergeben, daß das Verlangen, Kunst zu kreieren, „the basic human urge, a trait of our species as natural as language, sex, social interaction and aggression” sei.

Die Künstler der galerie OPEN leben und arbeiten vorwiegend in Berlin bzw. New York. Die galerie OPEN will diesen zwei Metropolen unterschiedlicher kultureller Prägung als Plattform dienen: zur Präsentation ihrer voneinander abweichenden, in sich differenten Kunstidiome, zum interkulturellen Dialog und zur Auffindung gemeinsamer ästhetischer Nenner.

In Zusammenarbeit mit dem Hotel Villa Kastania, werden sämtliche Veranstaltungen ermöglicht. Kunst und Genuß sind immer im Vordergrund.

Das Kunst und Business Hotel, auf dem Grundstück der früheren Villa des großen Regisseurs und Schauspielers Wolfgang Liebeneiner und seiner Frau Hilde Krahl, wurde zwischen 1993, 1995, und 2005 von der Inhaberin, Frau Sylvia Möller, mit viel Liebe zum Detail umgebaut. Heute beherbergt dieses kleine, sehr exklusive 4 Sterne Hotel mit südländischen Flair Gäste aus der ganzen Welt.

Hotel Villa Kastania
Kastanienallee 20
14052 Berlin
www.villakastania.com
info@villakastania.com
t: 030 3000020
Direktion: Sylvia Möller
Assistent: Jost Hartwig

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