CO2-Reduktionsziele für Klima-Bündnis-Kommunen


Begrüßungspodium der Klima-Bündnis-Jahreskonferenz 2006 in Wien (openPR) - "Climate Needs - Local Answers"
Europäische Klima-Bündnis-Kommunen einigten sich in Wien auf langfristige CO2-Reduktionsziele

Europäische Klima-Bündnis-Kommunen wollen ihren CO2-Ausstoß künftig alle fünf Jahr um zehn Prozent reduzieren. Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 1990 bis spätestens 2030 erreicht werden. Als langfristiges Ziel zur Stabilisierung des Klimas streben sie den weltweit nachhaltigen und gerechten Wert von 2,5 Tonnen CO2-Äquivalent pro Person und Jahr an - so das Ergebnis der 14. Internationalen Klima-Bündnis-Jahreskonferenz, die derzeit mit über 300 Teilnehmenden auf Einladung der Stadt im Wiener Rathaus tagt. Unter dem Motto "Climate Needs - Local Answers" tauschen KommunalpolitikerInnen aus ganz Europa Erfahrungen aus und diskutieren Strategien, Maßnahmen und Hürden im kommunalen Klimaschutz. Mit dabei sind auch wichtige Klimaexperten aus Wissenschaft und Politik, darunter der prominente US-amerikanische Zukunftsforscher Professor Dennis Meadows, die Leiterin des Sekretariats des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Dr. Renate Christ, und Dr. Klaus Müschen, Leiter der Abteilung "Klimaschutz, Umwelt und Energie" am deutschen Umweltbundesamt.

Eines der zentralen Themen der Konferenz sind die langfristigen Ziele von Europas größtem Klimaschutz-Städtenetzwerk. Bereits bei der Gründung des Klima-Bündnis im Jahr 1990 haben sich die Mitglieder freiwillig dazu verpflichtet, ihren Kohlendioxid-Ausstoß bis zum Jahr 2010 zu halbieren. Wenige Jahre vor Erreichen des Meilensteins stimmten die europäischen Städte und Gemeinden jetzt mehrheitlich dafür dieses Ziel fortzuschreiben und auch im Sinne neuer Mitglieder zu operationalisieren. "Die neue Zielvereinbarung reicht weit über das Jahr 2010 hinaus, erlaubt aber eine kurzfristige Erfolgskontrolle. Außerdem ermöglicht sie auch Kommunen, die neu mit dem Klimaschutz beginnen, konkrete Zielmargen zu verfolgen", begründet Joachim Lorenz, Stadtrat für Umwelt und Gesundheit in München und Klima-Bündnis-Vorstand, die Entscheidung.

Das Ziel sei ambitioniert aber erreichbar, wenn alle internationalen, nationalen und lokalen Entscheidungsebenen zusammenwirken, so Lorenz. Er bedankte sich heute nochmals bei der Klima-Bündnis-Stadt Wien für die Ausrichtung der Tagung im stilvollen Ambiente des Wiener Rathauses und schlug vor, dass die heutige Entscheidung in die Satzung des Städtenetzwerks als "Wiener Erklärung" eingeht. Auch der Ort für die 15. Internationale Jahrestagung des Klima-Bündnis wurde bekannt gegeben: sie wird im Mai 2007 auf Einladung der Klima-Bündnis-Stadt Zürich in der Schweiz stattfinden.

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Neuformulierung Klima-Bündnis-Ziel:

- Die Mitglieder des Klima-Bündnis verpflichten sich zu einer kontinuierlichen Verminderung ihrer Treibhausgas-Emissionen.
- Ziel ist, alle 5 Jahr die CO2-Emissionen um 10 Prozent zu reduzieren.
- Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis spätestens 2030 erreicht werden.
- Langfristig streben die Klima-Bündnis-Städte und Gemeinden eine Verminderung ihrer Treibhausgas-Emissionen durch Energiesparen, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien auf ein nachhaltiges Niveau von 2,5 Tonnen CO2-Äquivalent pro EinwohnerIn und Jahr an.
- Diese Ziele zu erreichen erfordert jedoch das Zusammenwirken aller Entscheidungsebenen (Europäische Union, Nationalstaat, Regionen, Gemeinde) und können nicht durch Maßnahmen im Entscheidungsbereich der Gemeinden allein erreicht werden.
- Um die Entwicklungen ihrer Bemühungen im Klimaschutz zu dokumentieren, werden die Klima-Bündnis-Mitglieder regelmäßig Bericht erstatten.

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Climate Alliance / Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.

Das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder / Alianza del Clima e.V." ist Europas größtes Städtenetzwerk zum Klimaschutz. Aktuell sind über 1300 Mitgliedskommunen aus 17 europäischen Ländern vertreten. 1990 wurde der Verein als Partnerschaft zwischen europäischen Städten und indigenen Völkern der Regenwälder gegründet. Im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung versuchen die Mitglieder, Treibhausgas-Emissionen zu verringern, v.a. in den Bereichen Energie und Verkehr, verzichten auf die Nutzung von Tropenholz aus Raubbau und unterstützen die indigenen Partner beim Regenwaldschutz. Das Klima-Bündnis repräsentiert fast 50 Millionen europäische Bürgerinnen und Bürger. Unter den Mitgliedern sind auch zahlreiche Großstädte wie Barcelona, Berlin, Den Haag, Luxemburg, München, Venedig, Wien und Zürich.

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Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf OpenPR